Modeltypen

Diversifizierung von Modeltypen ist eine Erfindung der Neuzeit. Früher waren Models gross, dünn und im klassischen Sinne wunderschön. Die weibliche Selbstbestimmung, der Feminismus und die damit aufkommende weibliche Macht auch in hohen Positionen im Marketing und der Produktentwicklung hat dazu geführt, dass Model nicht mehr gleich Model ist.

Weil also Frauen Produkte kaufen wollen, die von Frauen beworben werden mit denen sie sich auch identifizieren können und jetzt die weibliche Meinung auch die entsprechende Kaufkraft mitbringt, mussten sich Modelagenturen, die übrigens immer noch zu einem sehr grossen Teil von Männern geleitet werden, etwas einfallen lassen. Ein gutes Beispiel hierfür ist Victoria’s Secret. Durch die in New York ja nahezu obligatorischen Fällen von sexueller Belästigung sind die Aktien im freien Fall. Grund dafür waren mehrere gewaltige Shitstorms von aufgebrachten Kundinnen, die keine Lust mehr haben immer die gleichen perfekt definierten Körper mit einem Fettanteil von 11% zu sehen. Die dann ironischerweise auch noch formgebende Unterwäsche beworben haben.

Lange Rede, kurzer Sinn, Hier kleine Zusammenfassung der Modeltypen:

Fashion Models

Gazellenartige Wesen über 177cm, die elfengleich mit immer dem selben gelangweilten resting bitch face über den Laufsteg schweben. Perfekte Maße für Fashion Models: 83- 60- 88. Wobei vor llem der Hüftumfang mit 88cm Idealmaß bei Frauen mit einer solchen Körpergrösse eine echter Herausforderung darstellt.

Commercial

Kommerzielle Models verkörpern das Mädchen von nebenan. Das absolut perfekte Mädchen von nebenan. Sie drehen Werbespots oder Musikvideos, shooten E-Commerce oder Kataloge und arbeiten auch im Bereich Kosmetik. Ich teile die kommerziellen Mädchen dabei gerne noch in zwei Kategorien: Die “happy commerical girls” und die “sexy commercial girls”. Die happy girls verkaufen Waschmittel mit einer so grossen Leichtigkeit, dass man selbst Lust bekommt den neusten Weichspüler Shit singend durch die Wohnung zu bugsieren. Die sexy girls sind, nun ja halt sexy. Und arbeiten oft im Bereich Unterwäsche und Swimwear.

Image

Sind eigentlich auch Fashion Models, deren Look aber so umkommerziell ist, dass sie für die meisten “normalen” Kampagnen für den Endverbraucher zu speziell sind.

Plus Size

Oder auch curvy models. All jene Models, die im Segment der Übergrössen arbeiten und deswegen etwas mehr auf den Rippen haben.

Petite

Models bis zu 170cm. Viele Designer und Online Shops produzieren inzwischen Kollektionen für kleine Frauen, dementsprechend muss es auch Models geben, die diese Sparte bedienen.

Best Ager

Irgendwie sind Frauen nicht mehr gewillt Anti Aging Produkte zu kaufen, die von 16 jährigen beworben werden, die nur eine ganz dunkle Vorstellung von Besenreissern und grauen Haaren haben. Deswegen gibt es jetzt auch Models jenseits der 35.

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